Einheitliche Rauchwarnmelder in der WEG

Beschließen die Wohnungseigentümer, die Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszustatten, müssen sie nicht solche Wohnungen ausnehmen, deren Eigentümer bereits selbst Rauchwarnmelder installiert haben. Das hat der BGH klargestellt.

Es entspricht ordnungsgemäßer Verwaltung, Einbau und Wartung von Rauchwarnmeldern für das gesamte Gebäude "in eine Hand" zu legen. Durch die einheitliche Anschaffung und die einheitliche Regelung der Wartung und Konrolle kann die Gemeinschaft sicherstellen, dass die Rauchwarnmelder den einschlägigen DIN-Normen entsprechen und durch qualifiziertes Fachpersonal installiert und gewartet werden. Individuelle Lösungen führen zu Unübersichtlichkeit und Mehrarbeit für den Verwalter bei der Prüfung, ob die Einbau- und Wartungspflicht im Einzelfall eingehalten ist. Es entspricht daher regelmäßig billigem Ermessen, einer für die Gemeinschaft vorteilhaften einheitlichen Regelung den Vorzug zu geben vor den Interessen einzelner Eigentümer, die ihre Wohnungen schon selbst mit Rauchwarnmelder ausgestattet haben. (BGH, Urteil v. 07.12.2018, V ZR 273/17)