Baukindergeld rückwirkend ab Januar und ohne Quadratmeterbegrenzung 

Der Streit um die Details des Baukindergelds für Familien ist endlich beigelegt: „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir das Baukindergeld jetzt auf den Weg bringen“, erklärte am 27. Juni 2018Unionsfraktionschef Volker Kauder von der CDU im ARD-Morgenmagazin“. Vom 01.01.2018 bis 31.12.2020 soll der Zuschussgezahlt werden. Aktuell sind zwei Milliarden Euro dafür eingeplant. EineBegrenzung der Quadratmeterzahl wird es nun doch nicht geben. Der Betrag von 12.000 Euro pro Kind in zehn Jahren bleibt unverändert. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) befürchtete Mehrkosten in Milliardenhöhe und forderte deswegen schärfere Auflagen für das neue Baukindergeld. So sollte eine vierköpfige Familie nur dann Anspruch haben, wenn die Wohnfläche beim Hausbau oder Immobilienkauf 120 Quadratmeter nicht übersteigt. Innen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU) hatte den Kompromiss bereits abgenickt, doch aus der Unionsfraktion kam Widerstand. So gab Kauder zu bedenken, dass die Kopplung an eine maximale Wohnflächengröße nicht nur mehr Bürokratie bedeute, sondern auch Familien in ländlichen Regionen benachteilige,weil dort Grund und Boden günstiger sei. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich ebenfalls gegen eine Begrenzung der Wohnfläche ausgesprochen.
 

Die Bundesregierung plant, dass bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die ersten Anträge bereits ab August eingereicht werden können. Das Baukindergeld wird rückwirkend gezahlt. Diejenigen, die ab dem 1. Januar 2018 den Kaufvertrag abgeschlossen bzw. eine Baugenehmigung erhalten haben, können das Baukindergeld in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Jahreseinkommen der Familie 75.000 Euro plus einen Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind nicht übersteigt. Ilse Aigner, bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, will bayerischen Familien zusätzlich 300 Euro pro Kind und Jahr zahlen; plus eine einmalige Eigenheimzulage in Höhe von 10.000 Euro. 

Keine Beruhigung am Wohngsmarkt in Sicht 

Weiter steigende Mieten, sinkende Leerstände und eine zu geringe Neubautätigkeit sprechen auch mittelfristig für stabile beziehungsweise weiter steigende Preise am Wohnungsmarkt. Das trifft nicht nur auf die Metropolen München und Stuttgart zu, sondern auch auf den Großteil der B-Städte in Süddeutschland. Städte wie Ingolstadt, Nürnberg und Heilbronn weisen bei einem nur geringfügig höheren Risiko im Vergleich zu den Metropolen München und Stuttgart ein für Investoren attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis auf. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Süddeutsche Wohnungsmärkte: Daten & Perspektiven 2018“. Wüest Partner Deutschland hat in der vergleichenden Wohnungsmarktstudie 20 süddeutsche Städte in Bayern und Baden-Württemberg analysiert. Die große Nachfrage nach Wohnraum lässt die Kaufpreise weiter steigen.Alle Städte weisen durchweg eine größere Steigerung bei den Kaufpreisen von Eigentumswohnungen als bei den Mieten auf; bei der Mehrheit der Städte.